Neue Serie „Forschungskompetenzen nutzen“: FHV – Vorarlberg University of Applied Sciences
01.10.2026, 14:49 Uhr
Von 28. bis 30. September stand am CAMPUS V alles im Zeichen von Künstlicher Intelligenz: Bei den KI Days Vorarlberg kamen Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Start-ups und weitere Interessierte zusammen, um aktuelle KI-Entwicklungen einzuordnen, konkrete Anwendungen kennenzulernen und neue Kooperationen anzustoßen.
Künstliche Intelligenz verändert Wirtschaft, Arbeitswelt und Gesellschaft nachhaltig. Die wachsende Bedeutung des Themas für Unternehmen zeigte sich auch in der großen Resonanz auf die dreitägigen KI Days: Rund 250 Teilnehmende aus vielfältigen Branchen nutzten die Veranstaltung, um sich über aktuelle Entwicklungen auszutauschen, praxisnahe Einblicke zu gewinnen und konkrete KI-Anwendungen kennenzulernen.
KI ist ein brandheißes und unglaublich spannendes Thema. Mit WISTO, WKV und FHV sind zudem tolle Veranstalter dabei, da kann man auf jeden Fall etwas mitnehmen. Schon der erste Vortrag hat gezeigt, was heute alles möglich ist und was man bereits mit Spracheingabe und wenigen Mausklicks bewegen kann. Ich bin gespannt auf das, was noch kommt.
Franz Marent, Financial Operations, Jäger Bau
Die KI Days brachten dabei die gesamte Bandbreite der Vorarlberger Innovationslandschaft zusammen: von global tätigen Industriekonzernen über hochspezialisierte Klein- und Mittelbetriebe bis hin zu innovativen KI-Start-ups sowie Akteur*innen aus Forschung und Bildung.
Das Programm spannte den Bogen von strategischen Fragestellungen bis hin zu konkreten Anwendungen und machte KI unmittelbar greifbar. Keynotes, Breakout-Sessions und Diskussionsformate gaben Einblicke in technologische Entwicklungen und deren Auswirkungen auf Unternehmen und Arbeitswelt. Besonders umsetzungsorientiert wurde es in der KI-Werkstatt: Teilnehmer*innen entwickelten aus eigenen betrieblichen Herausforderungen direkt am Laptop mithilfe von KI eine digitale Lösung und nahmen am Ende einen ersten funktionsfähigen Prototypen mit zurück ins Unternehmen.
Ich finde das Format richtig toll – sowohl der Austausch mit den Ausstellern als auch mit anderen Unternehmen, die vor ähnlichen Fragestellungen stehen. Besonders spannend finde ich den starken Praxisbezug.
Elena Degasperi, Head of Business Processes, Proox
Beim KI-Marktplatz konnten Besucher*innen Demonstratoren und Anwendungen direkt ausprobieren, mit Expert*innen diskutieren und Einsatzmöglichkeiten für den eigenen Unternehmensbereich kennenlernen. Ein Beispiel dafür war eine KI-gestützte Baustellendokumentation für Handwerksbetriebe, die aus Stichworten automatisch Protokolle und Prüfberichte erstellt oder Rechnungslegungsprozesse anstößt.
Wir sind heute als Aussteller dabei, weil wir den ‚West-Satelliten‘ der AI Factory Austria in Innsbruck betreuen. Uns ist wichtig zu erfahren, wie die Lage in Vorarlberg aussieht, unsere Services und Angebote vorzustellen und vor allem die Bedürfnisse der Unternehmen vor Ort kennenzulernen. Als AI Factory wollen wir eine zentrale Anlaufstelle für KI in Österreich sein, Menschen und Expert*innen vernetzen und eine souveräne KI-Infrastruktur bereitstellen.
Julian Just, AI & Innovation Expert, AI Factory
Die KI-Pitches zeigten konkrete Lösungen aus Wirtschaft und Forschung – von datenbasierten Anwendungen über Automatisierung bis hin zu neuen Möglichkeiten durch generative KI. Vorgestellt wurde unter anderem einer Lösung, die KI- und Datenanwendungen entwickelt, mit denen Mitarbeiter*innen alltägliche Arbeitsabläufe automatisieren und effizienter gestalten können.
Ich bin heute zu den KI Days gekommen, weil KI ein Thema ist, das uns alle in Vorarlberg und darüber hinaus beschäftigt. Umso wichtiger ist es, dass wir uns dazu austauschen, voneinander lernen und gemeinsam das Beste für unseren Standort herausholen. Ich freue mich darauf, viele Erfahrungen und neue Impulse mitzunehmen.
Jamine Ponudic, People & Organization Manager, Fusonic
Auch das DIH West Forum, das am zweiten Veranstaltungstag im Rahmen der KI Days stattfand, widmete sich der Frage, wie Unternehmen Künstliche Intelligenz erfolgreich in die Praxis bringen können. „Der Digital Innovation Hub West unterstützt KMU bei der digitalen Transformation und schafft Zugang zu Know-how, Technologien und Netzwerken. Gerade für kleinere Unternehmen, die oftmals nicht über ausreichende eigene Ressourcen verfügen, ist es wichtig, KI-Lösungen kennenzulernen, die für den eigenen Anwendungsbereich relevant sind“, sagt Tina Mäser, verantwortlich für den Bereich Technologietransfer bei der WISTO und Projektleiterin Vorarlberg des DIH West.
Eine zentrale Erkenntnis der KI Days: Der Austausch zwischen Unternehmen, Forschung und Technologieanbietern ist entscheidend, damit aus Ideen konkrete Anwendungen entstehen. Besonders gefragt waren daher praxisnahe Einblicke, persönliche Gespräche und die Möglichkeit, konkrete Herausforderungen zu diskutieren.
„Die Einführung von KI gelingt nicht allein durch Technologie, sondern durch Menschen, die diese Technologien verstehen und sinnvoll einsetzen können. Als Fachhochschule sehen wir unsere Rolle darin, Wissen zugänglich zu machen, Kompetenzen aufzubauen und gemeinsam mit Unternehmen an praxisnahen Lösungen zu arbeiten.“ Markus Preißinger, FHV – Vorarlberg University of Applied Sciences
Die KI Days Vorarlberg haben gezeigt, dass Künstliche Intelligenz bereits heute konkrete Chancen und Anwendungsmöglichkeiten für Unternehmen bietet. Gleichzeitig wurde deutlich: Entscheidend für den erfolgreichen Einsatz sind Wissen, Vernetzung und die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteur*innen.
„Kooperationen zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Technologieexpert:innen sind entscheidend, damit Unternehmen Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll und gewinnbringend einsetzen können. Darin liegen enorme Chancen für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts. Entscheidend ist, dass Unternehmen Zugang zu Know-how, den richtigen Partnern und konkreten Anwendungsfällen erhalten. Die KI Days bringen diese Kompetenzen zusammen und schaffen Raum für Austausch, Vernetzung und konkrete Lösungen.“ Karlheinz Kopf, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg
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