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27.04.2026, 10:26 Uhr
5.300 Besucher*innen verwandelten die „Lange Nacht der Forschung“ (LNF) in ein Fest der Wissenschaft. An 9 Standorten in Dornbirn und Lustenau wurden komplexe Algorithmen, nachhaltige Energielösungen und innovative Durchbrüche zum Greifen nah.
Von den Laboren und Räumlichkeiten der FHV bis hin zu den Innovationszentren internationaler Marktführer wie Doppelmayr, HENN und Blum – in den 6 Stunden von 17 bis 23 Uhr blieben keine Fragen offen.
„Die Lange Nacht der Forschung bietet uns die besondere Gelegenheit, wissenschaftliche Arbeit für die Menschen sichtbar und nachvollziehbar zu machen. Der direkte Austausch mit den Besucher*innen hat gezeigt, wie Forschung Neugier weckt, neue Perspektiven eröffnet und lebendig wird“, fasst Markus Preißinger, Forschungsleiter der FHV, den Abend zusammen.
An der FHV konnten Jung und Alt an insgesamt 30 interaktiven Stationen zentrale Zukunftsthemen wie Digitalisierung und KI, Umwelt, Energie und nachhaltige Mobilität, aber auch Technik, Gesundheit und gesellschaftlichen Wandel entdecken. Ein Beispiel dafür war eine Station am Forschungszentrum Mikrotechnik. Stefan Partel, langjähriger Wissenschaftler an der FHV, erklärt: „Wir arbeiten in einem interdisziplinären Team an Projekten mit wissenschaftlicher Tiefe und hoher Praxisrelevanz – und genau das haben wir an diesem Abend gezeigt. An einer unserer Stationen wurde ein von uns entwickelter, winziger Sensorchip zum Gewässer‑Detektiv: Er misst Temperatur, pH‑Wert und Sauerstoffgehalt und gibt in Echtzeit preis, wie Umweltbedingungen und Pflanzenaktivität zusammenhängen. So konnten wir komplexe Forschungsprozesse für ein breites Publikum unmittelbar erlebbar machen.“
„480 Forschende haben vorgelebt, wie viel Leidenschaft in ihrer Arbeit steckt. Sie haben es geschafft, ihre Projekte so anschaulich aufzubereiten, dass der Funke sofort übergesprungen ist. Wenn komplexe Systeme plötzlich für 5-Jährige genauso wie für 70-Jährige logisch und greifbar werden, entsteht echte Begeisterung. Genau dieser Austausch macht die Forschung in Vorarlberg nahbar und lebendig“, resümiert Projektleiterin Konstanze Vetter (Wirtschafts-Standort Vorarlberg GmbH).
Besonders beeindruckend war der Ansturm der jungen Generation: Rund 40 % der Besucher*innen waren Kinder und Jugendliche, die mit leuchtenden Augen ihre ersten eigenen Experimente durchführten. „Es geht nicht nur darum, Wissen zu vermitteln, sondern Begeisterung zu entfachen. Wenn jemand heute Abend beschließt, sich mehr mit Themen der Wissenschaft, Forschung, MINT-Gebiete zu befassen, haben wir unser wichtigstes Ziel erreicht“, so Vetter weiter.
Einzigartig ist in Vorarlberg auch die Vielfalt der angebotenen Themen und Forschungsbereiche. Für jedes Interesse ist etwas mit dabei: von breiten Themen wie Naturwissenschaften bis hin zu spezifischer Drohnen-Abwehrtechnik, exklusive Kaffee-Röstungstechniken und die Entwicklung von flammhemmenden 3D-Druck-Filamenten.
Im internationalen Ropeway Training Center von Doppelmayr in Dornbirn entdecken die Nachwuchsforschenden, wie stark man sein muss, um eine Seilbahn zu bauen und damit das physikalische Prinzip des Flaschenzugs. Stolz zeigten die Kleinsten, wie sie durch Kraftwandlung auf einmal mit Leichtigkeit 40 kg anheben. Mittels Virtual Reality durfte auch Jede*r gefahrlos das Schweißen ausprobieren und zudem entdecken, wie eine Seilbahn überhaupt gesteuert wird. Bei Stationen wie diesen wurde klar, wie wissenschaftliche Grundlagen und moderne Technologien in unserem Alltag oft ganz unbemerkt zum Einsatz kommt.
Die Lange Nacht der Forschung ist für den Standort Vorarlberg mehr als ein Event. Sie ist die Leistungsschau einer Region, die im globalen Wettbewerb durch Köpfe und Kreativität punktet. Die enge Verzahnung von Wissenschaft und regionaler Wirtschaft wurde an jedem Standort spürbar. Viele Projekte werden im Verbund zwischen Bildungseinrichtungen, Forschungszentren und Unternehmen gestemmt. Diese Synergien sichern nicht nur Arbeitsplätze, sondern garantieren auch, dass die Ausbildung des Fachkräftenachwuchses am Puls der Zeit bleibt.
„Die Lange Nacht der Forschung macht Zukunftsfähigkeit konkret erlebbar: Wenn Neugier auf Wissenschaft, Forschung und Technik trifft, dann entstehen Begeisterung und Inspiration. Als Partner und Mitorganisator freuen wir uns, gerade jungen Menschen lebendige und vielfältige Perspektiven mitgeben zu können“ erklärt DI Bernhard Ölz, Vorstand PRISMA Unternehmensgruppe.
9 Standorte in Dornbirn und Lustenau werden bespielt:
Dornbirn
Lustenau
Insgesamt 44 Organisationen gaben bei der #LNF26 Einblicke in ihre spannende Arbeit.
Fotos: © Matthias Rhomberg . fotograf