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Neue Auflage des Technologiekatalogs - Durch Kooperationen zu Innovationen

Der Technologiekatalog der WISTO bietet eine Übersicht über 22 Forschungseinrichtungen und relevante Förderinstrumente für Vorarlberger Firmen und Gründer.

Der durch die WISTO 2016 entwickelte Technologiekatalog gibt einen Einblick in die Kompetenzen regionaler und überregionaler Forschungseinrichtungen. Der Katalog wurde nun aktualisiert und ist als neue Version zum Download sowie als Druckversion (zur Bestellung bei der WISTO) zur Verfügung. 

"Die Auswahl der vorgestellten Institutionen erfolgte nach deren thematischer Relevanz für die Wirtschaftsregion und die heimischen Betriebe. Mit mehr als 20 Exzellenzzentren und einem Mitarbeiterpool von über 4.000 Forschenden steht der Vorarlberger Wirtschaft ein starkes Angebot an Fachexpertise zur Verfügung", erklärt WISTO-Geschäftsführer Joachim Heinzl.

Die Kompetenzen reichen von den Materialwissenschaften über die Mikrosensorik, der Elektronik bis hin zu Software- und Textiltechnologien. Die vorgestellten Einrichtungen verteilen sich von Wien nach St. Gallen, auch die FH Vorarlberg mit ihren Forschungsschwerpunkten, das Forschungsinstitut für Textilchemie und Textilphysik sowie V-Research, alle mit Sitz in Dornbirn, sind als regionale Partner im Katalog beschrieben.

Schwerpunkt Digitalisierung

Zur weiteren Unterstützung der digitalen Transformation der heimischen Wirtschaft liegt ein Schwerpunkt des Katalogs auf den Technologien der Digitalwirtschaft, wie Digitale Assistenzsysteme, Big Data Analysen, Datensicherheit, Visualisierung und virtuelle Realitäten. Zentren, die sich mit diesen Themen beschäftigen, sind unter anderem das Software Competence Center Hagenberg (SCCH), die Evolaris Next Level GmbH, das Know-Center sowie SBA Research – ein Forschungszentrum für Informationssicherheit. Letzteres beschäftigt sich zum Beispiel mit Verfahren, Strategien und Technologien zur Abwehr von Cyber-Angriffen in Unternehmen. Mit dem Technologiekatalog wird das Ziel verfolgt, neues Wissen und Technologien für die Wirtschaftsregion zu erschließen und Impulse für die Initiierung von Technologiekooperationen zu geben.

Technologiekatalog als Impuls

Das Knowhow der Fachleute und die Technologien der Einrichtungen unterstützen Unternehmen etwa bei der

  • Umsetzung neuer Ideen,
  • gemeinsamen Realisierung von Innovationen,
  • Prüfung, Analyse und dem Test von Produkten, Werkstücken, Prozessen o. A.,
  • Optimierung von Produkten, Prozessen und Systemen und
  • Lösung interner Problemstellungen und Herausforderungen.

Darüber hinaus führt der Kompetenzaufbau innerhalb des Betriebs meist zu einem entscheidenden Wissens- und Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenzunternehmen.

Neben der Vorstellung der Technologiepartner bietet der Katalog auch Informationen zu Fördermöglichkeiten für Kooperationsprojekte. Unternehmen können bei der Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen von attraktiven Zuschüssen des Bundes oder der Europäischen Union profitieren. Eine Handvoll relevanter Förderinstrumente wird detailliert erklärt und direkt darauf hingewiesen, welche Instrumente bei welchen Einrichtungen eingelöst werden können. 

WISTO – Innovationsagentur der Wirtschaft

Mit durchschnittlich 25 bis 35 initiierten Technologiekooperationen im Jahr sowie zahlreichen Veranstaltungen, Informationsaktivitäten und bewusstseinsbildenden Maßnahmen leistet die WISTO einen wichtigen Beitrag zum technologischen Upgrading der Wirtschaftsregion. Neben der Initiierung von regionalen Technologiekooperationen forciert die WISTO die Zusammenarbeit von heimischen Unternehmen und überregionalen Technologiezentren.

"Gerade in einer kleinen Wirtschaftsregion, die nicht sämtliche Technologiebereiche in überbetrieblichen Strukturen am Standort abbilden kann, ist der überregionale Technologietransfer von zentraler Bedeutung – dadurch können Wissensflüsse von außerhalb in die Region generiert werden", macht WISTO Geschäftsführer Heinzl deutlich. Im Geschäftsfeld Technologietransfer unterstützt die WISTO Innovationsprojekte, Entwicklungen und Unternehmensgründungen mit folgenden Leistungen:

  • Diffusion neuster Technologien über Veranstaltungen, Workshops und Seminare
  • Suche nach Kooperationspartnern, Technologieanbietern und Forschungseinrichtungen
  • Erschließung von Förderungen für Kooperationsprojekte
  • Vermittlung von Kontakten zu geeigneten Projektpartnern
  • Durchführung von Patent- und Technologierecherchen
  • Initiierung von Themennetzwerken zum Zwecke der Technologievermittlung

Aktuelles Beispiel für ein Themennetzwerk zum Zwecke der Technologievermittlung ist das "V-Netzwerk Intelligente Produktion". Im Rahmen des Netzwerkes wird der digitalen Transformation in der sachgütererzeugenden Wirtschaft im Themengebiet Industrie 4.0 Rechnung getragen. Bei Themenworkshops, Studienreisen und kooperativen F&E-Projekten werden neueste digitale Technologien, globale Trends und aktuelle Herausforderungen in industriellen Wertschöpfungsprozessen behandelt und diskutiert. 

Die Forcierung von Technologietransfer ist auch in der Wissenschafts- und Forschungsstrategie Vorarlberg 2020+ des Landes verankert. Dem Ausbau von Kooperationen zwischen Unternehmen und regionalen sowie überregionalen wissenschaftlichen Einrichtungen ist darin eine eigene Handlungsmaßnahme gewidmet. Die Erstellung des Technologiekataloges ist eine Aktivität aus diesem Arbeitsschwerpunkt.

Beispiel Omicron

Strategische Kooperationen stärken regionale Kompetenzen

Das Klauser Unternehmen OMICRON electronics programmiert die Software für seine Prüf- und Messgeräte selbst. Das ist wesentlich für die Produktqualität und die Flexibilität im Produktentwicklungs- und -optimierungsprozess. Ein wichtiger Prozessschritt ist das Testen der entwickelten Software, was aufwendig und keine beliebte Arbeit bei den Mitarbeitenden ist. Daher beteiligt sich OMICRON an einem Forschungsschwerpunkt des oberösterreichischen Forschungszentrums SCCH. Gemeinsam soll ein Ansatz entwickelt werden, wie das Testen von Software automatisiert und die Effizienz dieses Prozesses erhöht werden kann, erklärt Robert Hoschek von OMICRON electronics: "SCCH bringt wertvolles akademisches Wissen und jenes über die verfügbaren Technologien und Werkzeuge in das Projekt ein, wir stellen die konkrete Aufgabe, implementieren die Lösung in der Firmenumgebung und stimmen uns auch laufend über weitere Schritte ab."

Neben einer hochqualitativen Lösung für eine betriebliche Herausforderung erhält OMICRON durch die Zusammenarbeit mit SCCH und der Beteiligung am Forschungsschwerpunkt auch die Möglichkeit sich mit anderen Betrieben mit ähnlichen Problemstellungen auszutauschen. Dadurch werden Entwicklungsprojekte beschleunigt und es kann schneller auf Kundenwünsche reagiert werden.

Die Kooperation zwischen OMICRON electronics und dem SCCH besteht seit 2011, derzeit läuft das zweite Projekt (2015-2018).

Kontakt

Bei Fragen zum Technologiekatalog oder den enthaltenen Forschungseinrichtungen kontaktieren Sie gerne Mathias Bertsch. 

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Ansprechperson

Mag. Mathias Bertsch
Berater

+43 (5572) 552 52-15
mathias.bertsch@wisto.at

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